Inklusive Bildung

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Kristin Lehmann
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Inklusive Bildung

Beitrag von Kristin Lehmann »

"Inklusive Bildung bedeutet, dass alle Menschen an qualitativ hochwertiger Bildung teilhaben und ihr Potenzial voll entfalten können. Während in Deutschland der Begriff „Inklusion“ oft nur in einem engeren Sinne im Kontext von Menschen mit einem diagnostizierten Förderbedarf verwendet wird, vertritt die UNESCO dezidiert einen weiten Inklusionsbegriff, der alle Menschen einschließt. Weder Geschlecht, soziale oder ökonomische Voraussetzungen noch besondere Lernbedürfnisse dürfen dazu führen, dass ein Mensch seine Potenziale nicht entwickeln kann."

https://www.unesco.de/bildung/inklusive-bildung

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 hat sich in Deutschland noch nicht viel getan. In verschiedenen Bundesländern wird Inklusion gleichgesetzt mit: alle in die gleiche Schule, Förderschulen abschaffen. Da wo das schon geschehen ist, die Schulen aber die individuellen Bedürfnisse der Schüler, um gut lernen zu können, nicht erkennen und entsprechende Bildungsmöglichkeiten schaffen, ist die Inklusion gescheitert.

"Ausgehend vom Prinzip der Gleichberechtigung gewährleistet die UN-Behindertenrechtskovention damit ein einbeziehendes (inklusives) Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen.
Dabei ist sicherzustellen, dass behinderte Menschen nicht aufgrund einer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Behinderte Kinder dürfen also nicht aufgrund ihrer Behinderung vom Besuch einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule ausgeschlossen werden. Vielmehr soll ihnen gleichberechtigt mit anderen — nichtbehinderten — Kindern der Zugang zu einem einbeziehenden (inklusivem), hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht ermöglicht werden."
https://www.behindertenrechtskonvention ... dung-3907/

In den hier zitierten Texten wird die Verantwortung für ein inklusives Bildungssystem klar dem Staat zugeordnet, das bedeutet, es besteht ein Rechtsanspruch der jungen Bürger an den Staat. In unserer Argumentation sollten wir darauf achten, dass wir den Begriff "Inklusion" nicht auf die Kategorie "Menschen mit Behinderung" reduziert verwenden, sondern sehr weit, jeden einzelnen Menschen betreffend. Bildung ist ein individueller Prozess jedes einzelnen Menschen. Das Bildungssystem muss so aufgestellt sein, dass junge Menschen sich in Institutionen wohlfühlen, bzw. von diesen unterstützt werden, wenn sie, zeitweise oder dauerhaft, von zu Hause aus lernen möchten.

Es gibt eine interne Arbeitsgruppe, die sich damit beschäftigt, welche individuellen Bedürfnisse gemeint sind und wie man ihnen gerecht werden kann.
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